Die Wanderung auf die Matatzspitze im Passeiertal ist ein schöner Einstieg für den Frühling. Der Gipfel ist nicht allzu hoch gelegen, sodass der Schnee nach ein paar warmen Tagen bald geschmolzen ist. Außerdem hat man von der Spitze eine wunderbare Aussicht auf das Passeiertal bis hinauf zum Jaufenpass.
Von Christl auf die Matatzspitze
Die Wanderung startet in der Fraktion Christl (1.132 m) oberhalb von Sankt Martin in Passeier. Diese kann man sowohl über Sankt Martin als auch über Sankt Leonhard anfahren. Das Auto kann man bei einem der Höfe parken, wenn man die dortigen Bauern nett darum bittet. Los geht die Wanderung direkt hinter einem der Höfe, wo der Weg 3 links abführt. Zunächst gehen wir über eine breitere Straße den ersten Anstieg hinauf und überqueren eine Wiese, die uns in den Wald führt. Auch der Weg durch den Weg ist relativ steil und fordert bereits auf den ersten Metern die Beine. Wir wechseln immer wieder zwischen Wald und Wiese und kommen an ein paar privaten Almhütten vorbei. Schließlich erreichen wir eine breite Lichtung, wo wir die bewirtschaftete Waalerhütte (1.550 m) finden. Nach der Alm halten wir uns weiterhin auf dem Weg 3 und gehen den Hang hinauf, bis wir die Waldgrenze erreichen.



Wir haben das Hochplateau Hitzenbichl erreicht, von dem aus wir das erste Mal einen Blick auf die Matatzspitze werfen können. Hier führt uns der Weg entlang des Hochplateaus und kurz danach kommen wir zu einer Abzweigung. Der Weg 7A führt weiter Richtung Matatzspitze und der Weg 3 Richtung Mutspitz und Kolbner. So halten wir uns auf dem Weg 7A und erklimmen den nächsten Hügel (1.999 m), auf dem ein kleines Wetterkreuz steht. Um dieses zu erreichen ist vor allem in den Monaten April bis Anfang Mai der Weg auf der Sonnenseite zu bevorzugen, ansonsten könnte man noch im Schnee landen. Nach einem kurzen Abstieg haben wir nur noch die letzten 100 Höhenmeter vor uns und über Geröll und Stein erreichen wir die Matatzspitze (2.179 m). Von dort aus haben wir einen wunderbaren Ausblick über das Passeiertal bis hinauf zum Jaufenpass.


Von der Matatzspitze zurück über den Ulfaser Waalweg
Für den Abstieg können wir wieder denselben Weg nehmen, wie für den Anstieg, oder alternativ dazu eine Rundwanderung machen. Bei letzterer Variante gehen wir nach dem kurzen Abstieg von der Spitze an der Weggabelung links ab in Richtung Untere Ulfaser Alm (1.600 m). Diese können wir in der Taleben auch schon entdecken. Nach diesem Abstieg gelangen wir auf den wunderschönen Ulfaser Waalweg. Direkt neben dem Weg führt ein Fluss entlang, der uns über die nächste Strecke begleitet. Nachdem wir diesem für ein gutes Stück gefolgt sind, kommen wir schließlich wieder zu der Lichtung, bei der wir uns am Vormittag für den Anstieg über die Wiese entschieden haben. Nun gehen wir wieder über denselben Weg zurück nach Christl. Der Abstiegt ist etwas steil, daher sollte man hier etwas knieschonend gehen.


Die Wanderung im Überblick
- Gesamtdauer: 5-6 Stunden
- Länge: 11,6 km
- Höhenmeter: 1030 hm
- Minimale Höhe: 1120 m
- Maximale Höhe: 2120 m
- Familientauglich: Relativ steile Wanderung – für Kinder bedingt geeignet.
- Empfohlene Jahreszeit: Diese Wanderung ist für den Frühling und Herst ideal. Grundsätzlich kann die Tour aber das ganze Jahr über gemacht werden. Wobei ich im Hochsommer davon abraten würde, da die gesamte Tour eher nieder gelegen ist und es deshalb sehr warm werden kann.
Wanderkarte
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