Die Wanderung auf die Naturnser Hochwart von St. Helena im Ultental ist eine super Tour für begeisterte Berggeher. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, aber weder technisch schwierig noch ausgesetzt. Am Gipfel wird man mit einer wunderbaren Aussicht belohnt und am Ende der Tour kann man noch bei einer Alm einkehren. Alles in allem eine rundum tolle Tour.
Von St. Helena zur Stafleralm
Die Tour geht oberhalb von St. Pankraz im Ultental los. Man fährt an der Hauptstraße kurz nach der Dorteinfahrt nach rechts ab in Richtung St. Helena und Mariolbergalm. Dann folgt man der Straße eine Weile, bis es zu einer Abzweigung kommt. An dieser hält man sich nun wiederum rechts in Richtung Staffelberg und fährt immer weiter, an einigen Höfen vorbei, bis am Ende der Straße ein kleiner Parkplatz kommt. Nicht verzagen: man fährt schon eine Weile, bis man den Parkplatz erreicht.

Vom Parkplatz aus geht es dann direkt los. Die Tour starten dem Weg Nummer 6 folgend in Richtung Stafleralm und Naturnser Hochwart. Der Start hat es gleich schon in sich, denn es geht sehr steil durch den Wald hinauf. Nachdem wir die ersten 100 hm gemeistert haben, wird der Weg etwas flacher und wir wandern gemütlich durch den Lärchenwald zum Kamm hinauf. Nun geht es nach links, vorbei an der Kreuzung mit einer Forststraße, bis wir schließlich die bewirtschaftete Stafleralm (1.885m) erblicken. Diese befindet sich in mitten einer aüßerst steilen Wiese und lädt zum Verweilen ein.

Von der Stafleralm zur Naturnser Hochwart
Hinter der Stafleralm geht der Weg Nummer 6 weiter. Von hier aus führt er relativ flach über einen etwas breiteren Steig, bis er sich mit dem Weg Nummer 1 kreuzt: dem Alpenrosenweg. So wandern wir nun diesen wunderschönen Weg entlang und können links und rechts die blühenden Alpenrosen bewundern. An der darauffolgenden Weggabelung verlassen wir den Alpenrosenweg wieder und folgen wiederum der Markierung Nummer 6 in Richtung Naturnser Hochwart. Der Steig wird nun wieder steiler und führt uns durch ein kleies Tal immer weiter hinauf. Nachdem wir an einer alten Almhütte vorbeikommen, geht es dem Weg Nummer 9 folgend noch etwas steiler hinauf zur Nörderscharte (2.372 m). Bereits hier eröffnet sich der Blick auf das Vinschgau, die Vinschgauer Berge und die Texelgruppe.



Der Weg führt nun nach links ab auf den Nordostgrat des Berges. Hier geht es nun steil auf den Gipfel zu. Der Weg ist gut befestig und leitet unschwer auf das große Gipfelkreuz der Naturnser Hochwart (2.608 m). Von hier aus können wir nun das gesamte Panorame erblicken: sogar bis zum Ortler und den Ötztaler Alpen konnten wir sehen. Auch das darunterliegende Falkomaital zeigt sich nun, in welches wir später absteigen werden.



Von der Naturnser Hochwart zur Außeren Falkomai Alm
Für den Rückweg wählen wir nun die Route über den nach Westen/Südwesten ausgerichteten Grat. Beschilderung gibt es keine, allerdings kann man den Weg nicht verfehlen. Wir gehen ein kleines Stück über den Grat entlang, bis der Weg sehr steil nach links über die Südseite hinabführt. Wir folgen also dem Weg Nummer 3 in Richtung Außere Falkomaialm und wandern über das Schotterfeld hinunter. Nachdem wir an einem kleinen See vorbei kommen, erblicken wir auch schon die nahegelegene Außere Falkomaialm (2.163 m). Sie ist bewirtschaftet und sehr einladend.


Von der Außeren Falkomaialm zur Mariolbergalm
Für uns geht es allerdings an der Alm vorbei und dem Weg 1-3 Richtung Vigljoch folgend weiter bergab. Auch hier bleibt der Weg recht steil und steinig. Nach kurzer Zeit kommen wir an der Legeralm (2.020 m) vorbei, wo wir nun dem Weg Nummer 3 folgend weiterhin abwärts gehen. Der Steig bleibt relativ steil, bis wir nach dem Abstieg auf eine Lichtung kommen, welche in einer breiten und relativ flachen Forststraße mündet. Bei dieser halten wir uns links und gehen weiter zur Mariolbergalm oder auch Falkomai-Kuhalm genannt (1.672 m). Hier kehren wir auf einen leckeren Kuchen und exzellenten Löwenzahnsaft ein (diesen solltest du unbedingt probieren).

Von der Mariolberg Alm zurück nach St. Helena
Von der Mariolbergalm gehen wir wieder ein kleines Stück zurück, bis wir zur Brücke gelangen. An dieser nehmen wir den Parallelweg, der weiter ins Tal führt. So gehen wir nun gemütlich dem Bach entlang nach unten, bis wir auf eine Straße gelangen. Bei dieser nehmen wir den verwachsenen Weg, gehen über eine Brücke und wandern zur Straße, die wir am morgen gefahren sind. Diese müssen wir noch gut 1 km entlang laufen, um zurück zum Auto zu gelangen.
Die Wanderung im Überblick
- Gesamtdauer: 6-7 Stunden
- Länge: 13,2 km
- Höhenmeter: 1.210 hm
- Minimale Höhe: 1.420 m
- Maximale Höhe: 2.608 m
- Familientauglich: Für Kinder ist die Wanderung zu Naturnser Hochwart nur geeignet, wenn sie gehbegeister und sehr trittsicher sind. Denn die Tour ist anspruchsvoll. Alternativ kann man bis zur Staffleralm gehen und dort einkehren.
- Empfohlene Jahreszeit: Diese Wanderung ist für den Sommer ideal. Im Frühling sollte man die Tour noch nicht machen, denn es könnten Schneerest in den Rinnen sein. Die Tour ist nach Süden/Südosten ausgerichtet.