Wandern

Obisellalm und Hochwart

Die Wanderung zur Obisellalm und der Passeirer Hochwart hat so einiges zu bieten: ein wunderschönes Panorama über das Meranerland, der Obisellsee direkt neben der gleichnamigen Alm und der einsame Gipfel abseits von typischen Wanderrouten.

Gasthof Walde bis zur Hahnenkammhütte

Die Tour zur Obisellalm und der Hochwart startet oberhalb von Riffian beim Weiler Pfeis (1.280 m). Es gibt leider keinen öffentlichen Parkplatz, aber wenn man bei Berggasthof Walde einkehrt, kann man das Auto dort stehen lassen. Unsere Wanderung führt zunächst auf der geteerten Straße an ein paar Häusern vorbei. Schließlich landen wir auf einer Forststraße und folgend dieser bis zur ersten Gabelung. Dort halten wir uns links und folgen dem Weg Nr. 21 in Richtung Hahnenkamm und Obisellalm.

Hahnenkammalm

Die Route führt nun durch den Wald auf einem steilen Weg hinauf zur ersten Lichtung, die man nach knapp einer Stunde erreicht. Hier hat man bereits den ersten wunderbaren Ausblick über Meran und das Burggrafenamt. Nach einer weiteren halben Stunde durch den Wald, erreichen wir die Waldgrenze und gelangen auf eine Wiese (1.900 m). Hier stehen zwei Bänke, die zum kurzen Verweilen einladen. Über die Wiese geht es dann weiter hoch zur unbewirtschafteten Hahnenkammalm (2.025 m).

Bank Ausblick Vinschgau

Von der Hahnekammhütte zur Obisellalm

Von hier gibt es nun zwei Varianten zur Obisellalm und zur Hochwart zu gelangen:

Variante 1: Über Pfitschkopf zur Obisellalm

Die erste Variante ist die etwas anspruchsvollere, da knapp mehr Höhenmeter zu bewältigen sind.

Hinter der Hahnenkammhütte geht links der Weg Nr. 5 auf den Pfitschkopf (2.120m) ab. Der Steig ist nun etwas eng und führt steil empor.

Weg zum Pfitschkopf

Aber nach nur wenigen Minuten erreichen wir auch schon den Gipfel mit einem neuen Wetterkreuz. Vom Pfitschkopf gehen wir auf dem Weg Nr. 5A in leichtem auf und ab in Richtung Obisellalm.

Pfitschkopf

Variante 2: Direkt zur Obisellalm

Die zweite Variante ist die etwas leichtere Variante, aber dennoch nicht zu unterschätzen.

Von der Hahnenkammhütte gehen wir rechts ab auf den Weg Nr. 21. Dieser führt auf einem gut befestigen aber etwas schmalen Steig in leichtem auf und ab unterhalb des Pfitschkopf entlang. An der nächsten Weggabelung geht man ab in Richtung Obere Obisellalm und hält sich somit links.

Wir haben uns für die erstere Variante entschieden und kommen mit dem Weg der zweiten Varianten an einer Weggabelung zusammen. Nach etwas 20 Minuten erreichen wir dann das Plateau, das uns zur Oberen Obisellalm (2.160m) und zum Obisellsee führt.

Obere Obisellalm
Obisellalm

Von der Obisellalm auf die Hochwart

Von hier müssen wir uns nun ein bisschen auf unseren Instinkt verlassen, denn es gibt keine Wegweiser, die zur Hochwart führen. Allerdings ist der festgetretene Weg gut sichtbar und kann kaum übersehen werden.

Obisellalm und Obisellsee

So führt uns der Weg nun am linken Ufer des Obiselsees vorbei. Der Steig führt im Zickzack hinauf bis auf eine Wiese, die wir überqueren. Nun steigen wir über einen schmaleren Pfad die letzten Höhenmeter hinauf zum Kamm und von dort weiter zum Gipfelkreuz der Passeirer Hochwart (2.454 m). Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht über Meran, das Passeiertal und das Burggrafenamt. Auch kann man hier andere interessante Wanderziele sehen, wie etwa die benachbarte Mutspitze.

Hochmut Gipfelkreuz

Von der Hochwart zurück zum Gasthof Walde

Der Rückweg führt uns über denselben Aufstiegsweg zurück zur Obisellalm. Hier kann man in den Sommermonaten einkehren und leckere Hausmannskost genießen. Von der Alm geht es auch über denselben Weg zurück, bis zur Weggabelung, bei der wir uns für den Weg Nr. 21 entscheiden und somit links absteigen. Der Weg führt unterhalb des Pfitschkopfs entlang zur Hahnenkammalm. Von hier steigen wir über denselben Weg ab, wie wir gekommen sind. Nach knapp 2 Stunden kommen wir von der Hochwartspitze zurück zum Parkplatz.


Die Wanderung im Überblick

  • Gesamtdauer: zwischen 5,5 und 6 Stunden
  • Länge: 13,2 km
  • Höhenmeter: 1.330 hm insgesamt
  • Minimale Höhe: 1.280 m
  • Maximale Höhe: 2.454 m
  • Familientauglich: Diese Wanderung ist anspruchsvoll und nur für sehr gehbegeisterte Kinder geeignet. Alternativ kann das Ziel der Pfitschkopf sein.
  • Empfohlene Jahreszeit: Die ideale Zeit für diese Wanderung ist der Herbst. Für den Sommer ist die Lage etwas zu tief und so kann es sehr warm werden. Nach regenreichen Tagen kann auf dem letzten Anstieg zum Gifpel etwas Tau oder Schnee liegen. Hier ist dann Vorsicht geboten.

Wanderkarte


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